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FAQ

Sie haben eine konkrete Frage zum Themenbereich Glutamatunverträglichkeit? Mit etwas Glück finden Sie hier bereits die Antwort.

 
  • Krank durch Glutamat

    Kann durch den Genuss von Glutamat tatsächlich Alzheimer oder Parkinson ausgelöst werden?

    Körpereigenes Glutamat spielt als Botenstoff im Gehirn eine wichtige Rolle. Manche Forscher vermuten daher, es könne sich auf Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson negativ auswirken. Grund ist, dass bei beiden Erkrankungen die Konzentration des körpereigenen Glutamats verändert ist. Ob mit dem Essen zugeführtes Glutamat allerdings tatsächlich in das Gehirn gelangt, konnten Wissenschaftler bisher nicht klären. Die bisherigen Hinweise beziehen sich eher auf im Körper gebildetes Glutamat. Auch gibt es in Asien, wo der Geschmacksverstärker in größeren Mengen konsumiert wird, keine Häufungen von Alzheimer und Parkinson. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Glutamat keinen schädlichen Einfluss auf den Organismus.

  • Kinder und Glutamat

    Wie reagieren Kinder auf Glutamat?

    Viele Mediziner und Ernährungsfachleute haben Bedenken, wenn es darum geht Kindern Speisen mit Glutamat aufzutischen. Der Bund Deutscher Internisten (BDI) warnt davor, dass Glutamat besonders bei kleinen Kindern zu Symptomen wie Verwirrtheit, Ängsten und Fieber führen kann. Glutamat in der Kinderernährung kann außerdem der Auslöser für Heißhunger auf Fast Food und andere Dickmacher sein. Das wiederum könnte langfristig für Übergewicht sorgen. Fakt ist - ein Übermaß an künstlich hergestelltem Glutamat in der Kinderernährung führt dazu, dass die Kleinen sich schon früh an stark überwürztes Essen gewöhnen und in Folgen dessen den Sinn für natürliche Aromen verlieren.

  • Alternative

    Womit kann man bei einer Glutamatunverträglichkeit würzen?

    Am besten geeignet sind frische oder getrocknete Kräutern wie Basilikum, Oregano, Thymian, Petersilie, Schnittlauch oder Bärlauch. Diese sind gut verträglich und machen Geschmacksverstärker überflüssig.

  • Gewürzte Natur

    Gibt es auch natürliche Lebensmittel, die Glutamat enthalten?

    Definitiv ja! Glutamat ist in Tomaten, Algen, Schinken, Walnüssen und Getreide enthalten. Auch in Käse wie beispielsweise Gorgonzola, Parmesan und Roquefort kommt Glutamat vor. Je älter und reifer der Käse ist, desto mehr Glutamat steckt drin.

  • Getarnt

    Wie erkennt man Lebensmittel, die Glutamat enthalten?

    Hier gilt es, sich die Zutatenlisten gut durchzulesen. Glutamat wird bspw. auch unter der Bezeichnung Mononatriumglutamat oder E621 aufgeführt. Aber auch E622 bis E625 stehen für den Geschmacksverstärker Glutamat und bezeichnen die verschiedenen Salze der Glutaminsäure. Auch eine komplette Umschreibung des Geschmacksverstärkers ist durchaus die Regel. Hersteller bezeichnen Glutamat gerne als "Würze", "Speisewürze", "Aroma", "gekörnte Brühe" oder "Sojawürze". Achten sollte man außerdem auf Hefeextrakt. Er enthält die geschmacksverstärkenden Substanzen Glutamat, Inosinat und Guanylat.

  • Übeltäter

    Wo steckt Glutamat drin?

    Glutamat findet sich in den meisten Fertigprodukten. In fast allen Brühen und Würzmitteln sind Glutamate und Glutaminsäure (E620) enthalten. Weitere Übeltäter sind stark gewürzte Wurst, Chips und Flips. Ein Blick auf die Zutatenliste ist bei einer Glutamatunverträglichkeit zwingend anzuraten.

  • Verzicht

    Was sollte man tun, wenn man eine Glutamatunverträglichkeit vermutet?

    Medikamente gegen eine Glutamatunverträglichkeit gibt es keine. Die Betroffenen sollten wenig oder keine glutamathaltigen Lebensmittel zu sich nehmen. Die beste Lösung für Menschen, die kein Glutamat vertragen, ist es selbst zu kochen, um zu wissen, was tatsächlich in seinem Essen steckt. Experten empfehlen bei Symptomen der Unverträglichkeit den Glutamatkonsum durch vegetarische Ernährung zu verringern. Wer auf Milch- und Sojaprodukte verzichtet, sollte bald keine Probleme mehr haben.

  • Erkennen

    Wie erkenne ich eine Glutamatunverträglichkeit?

    Die Symptome einer Unverträglichkeit sind vielfältig und die Liste mitunter sehr lang. In der Regel reagieren Menschen die Glutamat nicht vertragen mit Übelkeit, Gliederschmerzen oder einem trockenen Mund. Auch heftiges Ziehen in der Magengegend, Taubheitsgefühle, ein drückender Schmerz in den Schläfen oder Juckreiz im hinteren Teil des Rachens können Hinweise darauf sein. Die Symptome treten meist schon kurz nach dem Essen auf.

  • Körpereigenes Glutamat

    Was macht die körpereigene Glutaminsäure?

    Körpereigenes Glutamat, als Salz der Glutaminsäure, ist am Aufbau der körpereigenen Eiweiße beteiligt und übernimmt vor allem im Gehirn eine wichtige Aufgabe. Als Neurotransmitter hilft die Glutaminsäure, Signale zwischen Nervenzellen zu übertragen. Sie wird unter anderem für die Schmerzübertragung, das Körperwachstum, die Gewichtsregulierung und die Appetitsteuerung benötigt. Die Zellen des Gehirns produzieren die Glutaminsäure dafür selbst.

  • Begriff

    Was sind Glutamate?

    Als Glutamate werden die Salze der Aminosäure Glutamin bezeichnet. Sie kommen als freie sowie als an Eiweiß gebundene Salze vor. Das sogenannte freie Glutamat können wir schmecken. Es wird in der Regel als Geschmacksverstärker bezeichnet, ist aber - neben süß, salzig, bitter und sauer - der fünfte Geschmack "umami" (wohlschmeckend, köstlich, herzhaft). Er ist intensiv, würzig-süß und wird in dieser Funktion Lebensmitteln beigemengt, um geschmackliche Mängel auszugleichen oder in Fertigprodukten den noch verbleibenden Eigengeschmack von Speisen zu verstärken.

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